Restaurierung einer brandgeschädigten Ikone. Mike Beer ist spezialisiert aus die Restaurierung von Ikonen. Als Restaurator M.A. biete ich hier die Konservierung und Restaurierung aller Art von Ikonen auf Holzträgern an.
Welcher Brandschaden ist an der Ikone entstanden
Die vorliegende Ikone ist infolge eines Wohnungsbrandes erheblich geschädigt worden. Sie war keinem direkten Flammenbrand ausgesetzt, jedoch einer intensiven Hitzeeinwirkung. Durch die starke thermische Belastung kam es zu Spannungen im Holzträger sowie in den Malschichten. Infolge dessen haben sich einzelne Farbbereiche gelöst und partiell abgehoben. Zudem sind Anplatzungen sowie lokal geschmolzene beziehungsweise verformte Oberflächenzonen festzustellen, die auf die hohe Temperatureinwirkung zurückzuführen sind.
Darüber hinaus hat sich im gesamten Oberflächenbereich eine dichte, stark haftende Rußschicht abgelagert. Diese beeinträchtigt nicht nur die ästhetische Wirkung der Ikone, sondern wirkt sich auch langfristig schädigend auf die empfindlichen Farbschichten und die Vergoldungen aus. Insgesamt zeigt das Objekt brandbedingte Substanzverluste und Oberflächenschäden, die eine fachgerechte konservatorische und restauratorische Behandlung erforderlich machen, um die Stabilität und das Erscheinungsbild der Ikone nachhaltig zu sichern.
Durchgeführte Arbeiten zur Beseitigung des Brandschaden an der Ikone
Im Zuge der Restaurierungsarbeiten erfolgte zunächst die schonende Reinigung der Oberflächen. Dabei wurden die brandbedingten Rußablagerungen und Schadstoffprodukte kontrolliert abgenommen, um die originale Substanz nicht zu beeinträchtigen. Anschließend wurden lose Farb- und Fassungsbereiche behutsam gefestigt, um weitere Substanzverluste zu verhindern und die Stabilität der Malschicht dauerhaft zu sichern.
Gebrochene beziehungsweise geschwächte Holzteile des Bildträgers wurden konsolidiert und stabilisiert. Fehlende Fassungsbereiche wurden mit Kreidegrund ergänzt (aufgekreidet) und sorgfältig an das umgebende Niveau angeglichen, um eine geschlossene Oberfläche herzustellen.
Den Abschluss der Maßnahmen bildeten die Retuschen, das heißt die farbliche Integration der Fehlstellen. Diese wurden so ausgeführt, dass sie sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen, zugleich jedoch bei näherer Betrachtung als restauratorische Ergänzungen erkennbar bleiben. Ziel aller Maßnahmen war die Sicherung der historischen Substanz und die Wiederherstellung eines ruhigen Gesamteindrucks.

