Bildrahmen schützen Kunstwerke vor äußeren Einflüssen und geben ihnen Halt. Gleichzeitig betonen sie das Bild und tragen wesentlich zu seiner Wirkung im Raum bei. Form, Material und Alter des Rahmens sind dabei Teil der Geschichte des Werks.
Schäden am Bilderrahmen vor der Restaurierung
Der vorliegende Bilderrahmen weist vor der Restaurierung verschiedene Schäden auf, die sowohl die Substanz als auch das Erscheinungsbild betreffen. An mehreren Stellen sind Rahmenteile gelockert, ohne jedoch die grundsätzliche Stabilität des Rahmens zu beeinträchtigen. In der ornamentalen Gestaltung fehlen einzelne Elemente oder sind nur noch teilweise erhalten. Diese Fehlstellen führen zu einem uneinheitlichen Gesamteindruck und begünstigen einen weiteren Substanzverlust.
Die Oberflächen sind deutlich verschmutzt und zeigen Ablagerungen von Staub sowie älteren Gebrauchsspuren. In Verbindung mit klimatischen Einflüssen wie Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit kam es zu materialbedingten Spannungen, kleineren Rissbildungen und Abhebungen in der Fassung. Zusätzlich haben unsachgemäße Handhabung und frühere, nicht fachgerecht ausgeführte Maßnahmen zur Verschlechterung des Erhaltungszustandes beigetragen. Insgesamt befindet sich der Bilderrahmen in einem restaurierungsbedürftigen Zustand, der eine fachgerechte konservatorische und restauratorische Behandlung erforderlich macht.
Durchgeführte Restaurierung am Bilderrahmen
Die Restaurierung des Bilderrahmens erfolgte unter Berücksichtigung konservatorischer und restauratorischer Grundsätze. Zunächst wurden die Oberflächen schonend gereinigt, um lose Verschmutzungen und Ablagerungen zu entfernen, ohne die originale Fassung zu beeinträchtigen. Anschließend wurden die gelockerten Rahmenteile gefestigt und wieder fachgerecht angepasst.
Fehlende Bereiche in der Ornamentik wurden nach historischem Vorbild nachgearbeitet, ergänzt und passgenau eingesetzt. Dabei kamen materialspezifische und reversible Werkstoffe zum Einsatz. Die neu eingesetzten Ornamente wurden sorgfältig an die bestehende Form und Struktur des Rahmens angepasst, sodass sie sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen.
Im Anschluss erfolgte eine partielle Erneuerung der Vergoldung in geschädigten Bereichen. Ergänzte und überarbeitete Partien wurden farblich an die originale Oberfläche angepasst, um ein geschlossenes und ruhiges Erscheinungsbild zu erzielen. Ziel der Maßnahmen war es, die Lesbarkeit des Rahmens wiederherzustellen und seine historische Wirkung zu bewahren, ohne die Spuren der Zeit vollständig zu tilgen.

