Schachbretter, Holzvasen, alte Telefone, geschnitzte Löffel, Ketten oder anderes Kulturgut aus Holz – viele dieser Objekte begleiten uns seit Jahrzehnten oder sogar Generationen. Sie sind Erinnerungsstücke, Gebrauchsgegenstände oder Zeugnisse handwerklicher und kultureller Geschichte. Mit der Zeit hinterlässt jedoch der Alltag, ebenso wie die Umgebung, sichtbare Spuren am Material.
Die Galerie zeigt einige Beispiele von Restaurierung die im Atelier in Köln restauriert wurden:
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Holz reagiert sensibel auf äußere Einflüsse. Klimaschäden entstehen häufig durch wechselnde Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Schachbretter verziehen sich, feine Risse bilden sich, Verleimungen lösen sich oder Oberflächen verlieren ihre Spannung. Besonders bei filigranen oder verleimten Objekten sind diese Veränderungen deutlich sichtbar.
Brandschäden treten nicht nur nach offenen Bränden auf. Auch Rauch, Ruß und Hitzeeinwirkung hinterlassen Spuren: Verfärbungen, spröde Oberflächen oder geschwächte Holzstrukturen. Alte Telefone, Vasen oder dekorative Holzobjekte verlieren dadurch ihren ursprünglichen Ausdruck und ihre Stabilität.
Ein weiteres ernstzunehmendes Schadensbild ist Schimmel- und Feuchtigkeitseinwirkung. Sie führt zu dunklen Verfärbungen, Geruchsbildung und langfristig zum Abbau der Holzsubstanz. Gerade bei historischem Kulturgut wie Löffeln, Ketten oder handgeschnitzten Gegenständen ist hier besondere Sorgfalt gefragt.
Die Restaurierung von Holzobjekten verfolgt das Ziel, Substanz zu sichern, Schäden zu stabilisieren und die ursprüngliche Wirkung wieder erfahrbar zu machen. Jedes Objekt wird individuell betrachtet – unter Berücksichtigung seiner Geschichte, Funktion, Holzart und des jeweiligen Schadensbildes. So bleibt der Charakter erhalten und das Objekt kann weiterhin bestehen – sichtbar gealtert, aber fachgerecht bewahrt.






