Restaurierung Gipskopf

Bei der Restaurierung des Gipskopfes stand der Substanzerhalt, Schadensbehebung und die Wiederherstellung des Erscheinungsbildes im Vordergrund.

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Beschreibung der Schäden vor der Restaurierung

Der vorliegende Gipskopf zeigte zum Zeitpunkt der Übernahme erhebliche Schäden an Oberfläche und Sockel. Die Farbschichten waren großflächig gelöst und wiesen zahlreiche Fehlstellen auf. In mehreren Bereichen lag der Gipsgrund bereits frei, was das Objekt besonders anfällig für weitere Substanzverluste machte.

Auch der Sockel war stark beschädigt, insbesondere im vorderen Bereich. Durch Abplatzungen, Abrieb und Materialverluste war die dort angebrachte Aufschrift „Abendgebet“ teilweise nur noch schwer lesbar. Die Schäden beeinträchtigten sowohl die ästhetische Wirkung als auch den Gesamteindruck des Objekts erheblich.

Durchgeführte Restaurierung

Im Rahmen der Restaurierung des Gipskopfes stand zunächst die Sicherung der vorhandenen Originalsubstanz im Vordergrund. Die gelösten und gefährdeten Malschichten wurden behutsam gefestigt. Hierzu wurde ein geeignetes Festigungsmittel mithilfe einer Spritze gezielt unter die abhebenden Farbschichten eingebracht, um diese wieder dauerhaft mit dem Gipsgrund zu verbinden. Anschließend erfolgte eine schonende Niederlegung der Malschicht, um weitere Verluste zu verhindern.

Im nächsten Arbeitsschritt wurden die vorhandenen Fehlstellen im Gips sorgfältig ausgekleidet und mit einem restauratorisch geeigneten Ergänzungsmaterial geschlossen. Diese Ergänzungen wurden nach der Trocknung egalisiert und der umgebenden Oberfläche in Form und Struktur angepasst, sodass ein ruhiges und geschlossenes Erscheinungsbild wiederhergestellt werden konnte.

Zur optischen Trennung zwischen Originalsubstanz und Ergänzungen wurden die neu eingebrachten Bereiche anschließend gesperrt. Darauf folgte die farbliche Integration der Fehlstellen. Diese erfolgte zurückhaltend und orientierte sich an der vorhandenen Farbigkeit, ohne die originale Substanz zu überdecken oder zu verfälschen. Ziel war es, die Fehlstellen optisch zu beruhigen und das Gesamtbild des Gipskopfes harmonisch zu schließen, während die Restaurierung als solche weiterhin erkennbar bleibt.

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