
Der Biedermeier-Sekretär
Pyramiden-Mahagoni, welches senkrecht aufgebracht über Füße, Schübe, Klappe, Traversen sowie Gesims läuft, zeigt ein für die Biedermeierzeit typisches Erscheinungsbild des Sekretärs. Im unteren Teil finden sich drei Schübe mit einer darüber liegenden Schreibklappe, die eine vertiefte, mehreckige Blende aufweist. Oberhalb der Schreibklappe befindet sich eine Kopfschublade mit Rundbögen. Schübe und Schreibklappe werden von eingestellten Säulen mit geschnitzten Kompositkapitellen flankiert, welche im Oberen ihren Abschluss an einem mehrfach gestuften Zahnschnitt-Fries und einem Dreiecksgiebel finden.

Durchgeführte Restaurierung am Biedermeier-Sekretär
Zunächst wurden die gelösten Furniere mit Hautleim gefestigt und die fehlenden Furnierstellen mit Mahagoni-Holz geschlossen. Während der anschließenden Deckpolitur wurde zwischen den Arbeitsgängen mit Farbstoffbeizen/Aquarellfarben die Farbanpassung der ergänzten Furniere vorgenommen. Die Retuschen wurden in der Art ausgeführt, dass sie aus der Normaldistanz nicht mehr sichtbar sind.

Restaurierung der Kapitelle
Um eine optimale Festigkeit der angesetzten Holzstücke an den Akanthusblätter zur Weiterbearbeitung sowie eine dauerhafte Festigkeit zu gewährleisten, wurden die Bruchstellen zunächst gründlich gereinigt.
Danach wurden Lindenholzstücke eingeleimt und die Akanthusblätter und das ionische Element nachgeschnitzt.